Über

Down

Down waren nie einfach nur eine Band.

Sie sind eine Bruderschaft, die in Kindheitsfreundschaften verwurzelt ist und seit Jahrzehnten Bestand hat. Sie sind eine Hommage an die Stadt New Orleans, Louisiana. Sie sind der Sound von fünf Heavy-Metal-Veteranen, die ohne Regeln gemeinsam in einem Raum jammen. Es ist Musik für jeden, der schon einmal mit dem Kopf gebangt, Luftgitarre gespielt oder ein abgetragenes Tourshirt wie eine Rüstung getragen hat. Seit mehr als drei Jahrzehnten haben die fünf Musiker – Philip H. Anselmo, Pepper Keenan, Kirk Windstein, Jimmy Bower und Pat Bruders – ganz still ein Vermächtnis aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Wenn diese fünf zusammenkommen, geschieht das aus purer Liebe zur Musik und zueinander. Sobald sie gemeinsam loslegen, entsteht Magie – getragen von erderschütternden Grooves, Gesang, der direkt aus der Seele kommt, und Riffs, die laut genug sind, um eine uralte Gottheit zu erwecken.

2026 beginnt für Down mit Down V [Nuclear Blast] ein neues Kapitel.

„Wir waren alle total begeistert davon“, lächelt Philip. „Es lag eine gewisse Leichtigkeit in der Luft. Die Einstellung aller war wirklich positiv. Wir waren fokussierter als je zuvor. Es fühlte sich einfach wieder frisch an. Jeder von uns strebte für sich nach etwas, und ich glaube, wir haben erreicht, was wir erreichen wollten. Die Platte ist definitiv eine Reise. Sie ist ganz klassisch Down, aber gleichzeitig auch einzigartig.“

„Jeder hat sich den Arsch abgespielt, großartige Riffs geschrieben, und Philip singt unglaublich“, ergänzt Kirk. „Wenn wir zusammenkommen, liegt so viel Elektrizität in der Luft. Für mich ist es dieselbe Atmosphäre wie bei unserem Debüt NOLA, aber wir haben inzwischen weitere 35 Jahre Erfahrung als Songwriter. Ich würde nichts daran ändern.“

„Wir fünf stammen aus derselben Ära, sind zusammen aufgewachsen und haben jeder für sich eine Menge erreicht“, stellt Pepper fest. „Wir klangen alle unterschiedlich, aber wir kommen trotzdem alle aus demselben Umkreis von gerade einmal 20 Blocks. Was Down besonders macht? Wir kannten uns schon, bevor irgendjemand von uns überhaupt etwas erreicht hatte. Da ist Geschichte.“

Ihre Verbindung geht tief. Die Jungs begegneten sich erstmals als Teenager in verschiedenen lokalen Bands in ganz New Orleans. Im Laufe der Jahre gingen die einzelnen Musiker ihre eigenen Wege und machten sich einen Namen: Philip insbesondere als Frontmann von Pantera, Pepper mit Gitarre und Gesang bei Corrosion Of Conformity, Kirk als Kopf von Crowbar und Jimmy an der Gitarre bei Eyehategod.

Doch Down ließ sie nie los …

1991 brachte ihre erste spontane Jam-Session ein inzwischen legendäres Demo hervor, das seinen Weg um die ganze Welt fand. Das Drei-Song-Tape legte schließlich den Grundstein für das 1995 erschienene, mit Platin ausgezeichnete NOLA. Metal Hammer bezeichnete die Platte schlicht als „Rock-Klassiker“, während Stereogum erklärte: „Unser heutiges Verständnis davon, wie Metal im tiefen Süden klingt und was er bedeutet, beginnt mit NOLA, und wir sollten ihm unseren Respekt zollen.“

Die Band veröffentlichte Fanlieblinge wie Down II: A Bustle In Your Hedgerow [2002], Down III: Over the Under [2007], Down IV – Part One [2012] und Down IV – Part Two [2014]. Jede Tour war auf ihre eigene Weise etwas Besonderes. Neben ausverkauften Headliner-Tourneen rund um den Globus teilte sich die Gruppe die Bühne mit Größen wie Metallica, Heaven & Hell, Danzig und Melvins und brachte Festivals wie Aftershock, Louder Than Life, Hellfest und Sick New World zum Brennen. Kein Wunder also, dass Revolver die Band zu einer der „12 größten Supergroups der Geschichte von Hard Rock und Heavy Metal“ erklärte.

Zwei Songwriting-Sessions lieferten den Großteil des Materials für Down V. In Anlehnung an eine Tradition, die bis zu Down II zurückreicht, zogen sich die Mitglieder in Philips Heimstudio und ihr faktisches Clubhaus, „Nodferatu’s Lair“, zurück. Die Songs entstanden direkt vor Ort, während sie sich von Angesicht zu Angesicht ins gemeinsame Jammen stürzten. Im Laufe des Jahres 2025 nahm die Musik ganz natürlich Gestalt an. Pepper und Kirk entschieden sich, ihre Gitarren gleichzeitig aufzunehmen, was dem Album einen zeitlosen Punch verleiht.

„Ich bin aus dem einen Lautsprecher zu hören und Kirk aus dem anderen“, erzählt Pepper. „Diese Platte ist echt, und genau so klingt sie auch. Als wir die Gitarren aufnahmen, spielten wir gleichzeitig. Wenn einer von uns einen Fehler machte, hatten wir uns geschworen, von vorne anzufangen. Wir wollten, dass alles so klar und präzise wie möglich ist. Es war eine Herausforderung, hat aber verdammt viel Spaß gemacht. Insgesamt sind die Songs stark, während die Produktion einfach und reduziert gehalten ist.“

„Heutzutage gibt es keinen Druck mehr“, fährt Philip fort. „Wir kamen alle mit dem, was wir hatten, und jeder brachte seinen Input ein. Es war eine echte Bandarbeit. Pat kam mit unglaublichen Riffs um die Ecke, und er ist ein verdammt guter Bassist. Bei Down kann ich mir mein Gegenüber ansehen und weiß, wer diese Motherfucker sind. Ich kenne ihre Schwächen und ich kenne ihre Stärken. Ich weiß auch, dass sie alle gesegnet sind. Wenn ich sie sehe, gibt mir das ein Gefühl von Sicherheit. Es lastet überhaupt kein Druck auf meinen Schultern. Ich muss einfach nur das tun, was ich tue, und diese Jungs machen es mir leicht.“

Down melden sich mit der Single „Blood Oath“ donnernd zurück. Getragen von einem abwechselnd wuchtigen und eingängigen Riff gipfelt der Song in einem markerschütternden Refrain. Mit einem verschmitzten Gruß an ihre Heimatstadt trieft der Song geradezu vor dem alten Gold, Schwarz und Weiß von New Orleans. „Jeder, der aus New Orleans kommt, wird sich über die Anspielungen auf die Stadt freuen“, grinst Philip. „Musikalisch hat der Song einen großen Hook. Es ist ein Down-Song, aber er nimmt eine unerwartete Wendung.“

„Oh, ihr werdet verdammt noch mal sofort wissen, dass das Down ist“, lacht Pepper. „Der Angriff ist schwer und kompromisslos.“

Das Album beginnt mit dem gnadenlosen Kracher „The Myth“. Wuchtiger Gesang, niederwalzende Rhythmen und präzises Downpicking geben die Richtung vor. „The Myth hat einige epische Momente“, fährt Philip fort. „Es ist ein geradliniger Jammer. Es gibt eine große Verbeugung vor Trouble, aber gesanglich denke ich an James Dewar, Ronnie James Dio, Ozzy Osbourne, Glenn Hughes und viele andere Größen.“

Dann gibt es „Merciful Fate“ mit King Diamond. Der Song erreicht seinen Höhepunkt in einem Gesangsduell zwischen Philip und King Diamond sowie rasend schnellen, bei 120 bpm gespielten Gitarrensoli. Auch die Ehefrau des Kings, Livia Zita, verleiht dem Stück mit ihren eigenen düsteren Akzenten ihren Segen.

„Ich liebe, was King Diamond gemacht hat“, schwärmt Philip. „Er hat ein unglaubliches Gespür für Hooks, einen unheimlichen Sinn für das Seltsame und echte Brillanz. Er hat mich umgehauen. Ein paar Mal hat er seine gewohnten Gefilde verlassen. Er nutzt all seine verschiedenen Gesangsstile, aber es gibt auch einen sehr atmosphärischen Break und einige bluesige Passagen. Wir wollten, dass er einfach sein eigenes Ding macht. Ich habe nur gesagt: ‚Hör zu, fühl es und mach es.‘ Genau das hat er getan – und er hat es zerstört.“

„Es war Philips Idee, und er hat sie durchgezogen“, erklärt Pepper. „Der Song war bereits episch, aber er wurde immer größer und größer. Wir sind schließlich alle noch Metalheads. Wir lieben diesen Scheiß. Wir wissen, worauf wir uns einlassen, aber King Diamond auf dem Album zu haben, ist einfach völlig absurd.“

Der Abschluss „Twice Told Tales“ beendet die Reise mit einem schweren und hypnotischen Ausklang. „Es ist ein Konglomerat aus tight gespielten Riffs und Bluesrock, vermischt mit der Sorgfalt des klassischen Metal“, verrät Philip. „Der Song ist uns wichtig. Auf seltsame Weise konnte ich darin Ozzys Einfluss auf mich spüren.“

Letztendlich ist Down V genau die Platte, auf die eingefleischte Fans gehofft haben – gleichzeitig aber auch der perfekte Einstieg für alle, die die Band bislang noch nicht kennen.

„Es ist ein riesiger Liebesbrief an den Heavy Metal“, fasst Pepper zusammen. „Wenn man auf all den Scheiß zurückblickt, den wir gemacht haben, waren wir nicht dazu bestimmt, hier zu landen – wir haben es uns erarbeitet. Es war eine Menge Arbeit, wir haben es auf unsere eigene Art gemacht und sind immer wieder zusammengekommen. Es ist eine ziemlich abgefahrene Geschichte, aber es ist unsere Geschichte. Bis heute wäre Down eine Band, die ich mögen würde, wenn ich nicht selbst Teil davon wäre.“

„Down bedeutet mir die Welt“, sagt Kirk. „Mein Herz steckt zu 200 Prozent darin.“

„Damals, ganz am Anfang, haben wir gesagt: ‚Das ist eine Band, in der wir gemeinsam alt werden können‘“, schließt Philip. „Wir können eine psychedelische Platte machen, eine Akustikplatte oder all diese verschiedenen Dinge, weil Down uns diese Freiheit gibt. Wir sind jetzt älter. Ich würde gerne glauben, dass wir verdammt viel reifer geworden sind. Wir alle sehen irgendeine Art von Licht am Ende des Tunnels. Wir sind alle eins. Wenn ihr noch nie von uns gehört habt, ist das hier der perfekte Einstieg – und danach geht direkt zu NOLA. Wenn ihr uns schon lange begleitet, verspreche ich euch: Es klingt wie ein verdammtes Down-Album.“ - Rick Florino

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